eiko_list_icon Gebäudebrand, Anbau und Dachstuhl in Vollbrand


Feuer 4
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Einsatzort Details

Nieheim - Sommersell
Datum 11.04.2019
Alarmierungszeit 03:42 Uhr
Einsatzende 09:45 Uhr
Einsatzdauer 6 Std. 3 Min.
Alarmierungsart Digitale Meldeempfänger und Sirene
Einsatzführer HBM U. Grimme ( LF ), BI A. Hauswerth / OBM B. Redottee ( HLF ), BOI J. Doll ( ELW )
Einsatzleiter StBi U. Engelke
eingesetzte Kräfte

Löschzug Nieheim
Lg Eversen (Zug 2 FFW Nieheim)
    Lg Merlsheim (Zug 2 FFW Nieheim)
      Lg Oeynhausen (Zug 2 FFW Nieheim)
        Lg Entrup (Zug 3 FFW Nieheim)
          Lg Erwitzen (Zug 3 FFW Nieheim)
            Lg Holzhausen (Zug 3 FFW Nieheim)
              Lg Sommersell (Zug 3 FFW Nieheim)
                Lg Bredenborn
                  Löschzug Steinheim
                    Löschzug Brakel
                      Untere Wasserbehörde
                        Polizei
                          Kreisfeuerwehrzentrale
                            Organisatorischer Leiter Rettungsdienst Kreis Höxter
                              Feuerwehr Höxter
                                Rettungsdienst Kreis Höxter
                                  Notfallseelsorger
                                    DRK Betreuungsgruppe
                                      Fahrzeugaufgebot   MTF  ELW 1  HLF 20  LF 20  RW 1
                                      Feuer 4

                                      Einsatzbericht

                                      In der Nacht vom 10. auf den 11. April wurde der Löschzug um 03:42 unter dem Stichwort "Feuer 4: Gebäudebrand" zu einem Einsatz nach Sommersell gerufen. Unter "Feuer 4" verstehen die Feuerwehrleute die höchste Alarmierungsstufe, die bei einem Brand ausgelöst werden kann. Somit waren alle Einsatzkräfte auf einen längeren Einsatz eingestellt. Ebenfalls alarmiert waren sämtliche Löschgruppen aus dem Nieheimer Stadtgebiet, die Löschgruppe Bredenborn, sowie die Drehleitern aus Brakel und Steinheim, der Atemschutz-Container und der ELW2 des Kreises Höxter.

                                      Bereits auf der Anfahrt nach Sommersell war der Feuerschein in der Sommerseller Ortsmitte erkennbar. Der Einsatzort war daher für die alarmierten Einheiten schnell zu finden. 

                                      Vor Ort bestätigte sich den Feuerwehrkräften das gemeldete Szenario: Der Anbau und der Dachstuhl eines Wohnhauses standen in Vollbrand. Die Bewohner des Hauses konnten sich bereits vor Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen. Die Flammen drohten auf ein Nachbarhaus überzugreifen, das nur durch eine Mauer vom brennenden Haus getrennt war. Außerdem war aufgrund der engen Bebauung nicht auszuschließen, dass durch den Funkenflug weitere Häuser in Brand geraten konnten.

                                      Daher wurden als Erstes die Bewohner der umliegenden Häuser durch die Polizei im Gerätehaus der Sommerseller Löschgruppe in Sicherheit gebracht. Die Arbeit der Feuerwehr wurde aufgeteilt: Die Besatzung des HLF kümmerte sich von der Vorderseite um die Brandbekämpfung und baute eine Riegelstellung zum Nachbarhaus auf. Das LF tat dies von der Rückseite des Gebäudes mit einem B-Rohr und einem C-Rohr. Die Löschgruppen wurden zum einen Teil bei der Brandbekämpfung eingesetzt, zum anderen Teil stellten sie die Wasserversorgung sicher. 

                                      Die eingeleiteten Maßnahmen zeigten schnell Erfolg: Das bedrohte Nachbarhaus konnte vor den Flammen geschützt werden. Außerdem konnten die Flammen durch die - aufgrund der weiteren Strecke etwas später eintreffenden - Drehleitern schnell unter Kontrolle gebracht werden. Zur Erhöhung der Löschwirkung wurde bei der Brandbekämpfung durch die Drehleiter ebenfalls Schaummittel eingesetzt, um alle vorhandenen Glutnester ersticken zu können.

                                      Im Anschluss fuhren die Drehleitern das betroffene Gebäude noch einmal mit der Wärmebildkamera ab, um sicherzugehen, dass eventuell vorhandene Glutnester nicht noch einmal aufflammen konnten. Es wurden ebenfalls einzelne Nachlöscharbeiten an der Rückseite des Gebäudes durchgeführt.

                                      Nachdem auch hiernach keine Auffälligkeiten mehr auftraten, konnte der Löschzug nach dem Rückbau der aufgebauten Leitungen den Einsatz beenden. Die Besatzung des LF rückte bereits vorher schon ein, um den Grundschutz bei eventuellen parallelen Einsätzen sicherstellen zu können.

                                      Die Löschgruppe Sommersell blieb weiterhin als Brandwache vor Ort.