eiko_list_icon Gebäudebrand Tankstelle


Feuer 4
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Einsatzort Details

Bredenborn
Datum 23.07.2018
Alarmierungszeit 19:05 Uhr
Einsatzende 08:00 Uhr
Einsatzdauer 12 Std. 55 Min.
Alarmierungsart Digitale Meldeempfänger und Sirene
Einsatzführer BOI J. Doll ( ELW ) , BOI M. Simon ( HLF20 ) , HBM U. Grimme ( LF20 )
Einsatzleiter StBi Wilfied Meyer ( Feuerwehr Marienmünster )
eingesetzte Kräfte

Löschzug Nieheim
Lg Eversen (Zug 2 FFW Nieheim)
    Lg Merlsheim (Zug 2 FFW Nieheim)
      Lg Entrup (Zug 3 FFW Nieheim)
        Lg Holzhausen (Zug 3 FFW Nieheim)
          Lg Sommersell (Zug 3 FFW Nieheim)
            Löschzug Steinheim
              Löschzug Bad Driburg
                Löschzug Brakel
                  Rettungsdienst Steinheim / Westf.
                    Untere Wasserbehörde
                      Polizei
                        Kreisfeuerwehrzentrale
                          Organisatorischer Leiter Rettungsdienst Kreis Höxter
                            Feuerwehr Höxter
                              Feuerwehr Marienmünster
                                Löschzug Borgentreich
                                  Löschzug Beverungen
                                    Fahrzeugaufgebot   MTF  ELW 1  HLF 20  LF 20
                                    Feuer 4

                                    Einsatzbericht

                                    Zur Unterstützung der Feuerwehr Marienmünster wurde der Löschzug Nieheim mit dem Stichwort: "Feuer 4 Brennt Tankstelle und Reifenlager" ins Industriegebiet Bredenborn alarmiert.

                                    Durch die weithin sichtbare Rauchwolke konnte die Anfahrt der Nieheimer Einsatzkräfte auf Sicht erfolgen.
                                    Da sich bereits  Dauer und Größe des Einsatzes abzeichnete wurden schon zu dem Zeitpunkt die Löschgruppen Merlsheim und Entrup alarmiert um den Grundschutz in der Stadt Nieheim zu gewährleisten.

                                    Parallel dazu erhielt der ELW Nieheim von der Einsatzleitung den Auftrag von einem Teich in Bredenborn, welcher sich auf dem Anfahrtsweg zur Einsatzstelle befand, eine Wasserversorgung aufzubauen.
                                    Hierfür wurden das HLF und LF Nieheim eingesetzt. Das mit weiteren Kräften nachrückende MTF des Löschzugs Nieheim wurde zur Absicherung der Wasserentnahmestelle und der Schlauchleitung eingeteilt.
                                    Zur weiteren Absprache fuhr der ELW Nieheim die Einsatzstelle direkt an, und bekam vor Ort die Abschnnittsleitung "Wasserversorgung" übertragen.
                                    Neben dem Löschzug Nieheim waren auch die Löschgruppe Kollerbeck und der bereits alarmierte Schlauchwagen (SW 2000) diesem Einsatzabschnitt zugeteilt.

                                    Nach ca. 30 Minuten konnte die Schlauchleitung aus dem ca. 1 km entfernten Teich zur Einsatzstelle in Betrieb genommen werden. Um am zu Versorgenden HLF Bredenborn, welches die Drehleiter Brakel (DLK 23/12) speiste, genügend Wasserdruck zu haben wurden auf der Strecke insgesamt 3 Pumpen eingesetzt.

                                    Der mit GW-G, GW-L und KdoW ausgerückte Löschzug Steinheim baute um weitere Löschwasserreserven vor Ort zu haben zwei Faltbehälter auf, diese Reserve wurde im Verlauf des Einsatzes jedoch nicht mehr benötigt.

                                    Da die verlegte Schlauchleitung den immensen Löschwasserbedarf der Einsatzstelle nicht decken konnte, bauten Einheiten der Feuerwehr Marienmünster eine weitere Wasserversorgung von einer nahegelegenen Löschwasserzisterne auf. So konnten weitere Strahlrohre und im Einsatzverlauf eine zweite Drehleiter mit Löschwasser versorgt werden.

                                    Um eine dauerhafte Löschwasserentnahme aus der Zisterne zu gewährleisten und diese wieder zu befüllen wurden Fahrzeuge aus Bellersen und Brakel im Pendelverkehr eingesetzt.
                                    Unterstützt wurden sie dabei von Landwirten, die mit ihren Güllefässern ebenfalls einen Pendelverkehre einrichteten.
                                    Auf Anforderung des Einsatzleitung wurde die Löschgruppe Neuenheerse ebenfalls zur Einsatzstelle alarmiert, da diese in Kooperation mit einem Lohnunternehmen zwei Tanklastzüge mit jeweils 30.000 Liter Fassungsvermögen zur Einsatzstelle bringen konnte.

                                    Auch diese Einheiten wurden der Abschnittsleitung Wasserversorgung unterstellt und sorgten dafür, dass trotz großer Entnahme aus der Löschwasserzisterne deren Wasserstand nahezu konstant gehalten werden konnte.

                                    Nachdem es zu einem Ausfall einer Pumpe in der Löschwasserversorgung gekommen war wurde die Löschgruppe Entrup von Ihrem Gerätehaus zur Einsatzstelle nach Bredenborn verlegt.
                                    Um weiterhin genügend Einsatzkräfte für den Grundschutz der Stadt Nieheim zur Verfügung zu haben wurde die Löschgruppe Eversen durch den ELW Nieheim in Bereitstellung alarmiert.

                                    Da die erst eintreffenden Einheiten schon lange im kräftezehrenden Einsatz waren wurden diese durch die Einsatzleitung nach und nach durch frische Einsatzkräfte ausgetauscht, sodass Feuerwehrleute aus Beverungen, Höxter, Brakel, Borgentreich und Bad Driburg zum Einsatz kamen.
                                    Die nun ebenfalls aus dem Einsatz kommende Löschgruppe Sommersell, die bereits mit der ersten Alarmierung die Einsatzstelle angefahren hatte, ersetzte in Absprache mit dem ELW Nieheim das HLF des Löschzugs Nieheim um auch im Bereich der Technischen Hilfeleistung einen Grundschutz sicherstellen zu können.
                                    Durch eine Störung der Fahrzeugpumpe des LF Nieheim wurde dieses Fahrzeug ebenfalls aus dem Einsatz herausgenommen und durch die Löschgruppe Entrup ersetzt. Somit endete der Einsatz für den Löschzug Nieheim gegen Mitternacht, lediglich das MTF und der ELW verblieben an der Einsatzstelle und betreuten weiterhin den Abschnitt Wasserversorgung. Nach dem die Löschmaßnahmen Wirkung zeigten und mithilfe eines Baggers auch die letzten Glutnester abgelöscht worden waren endete der Einsatz für die übrigen Nieheimer Einsatzkräfte gegen halb fünf am Dienstagmorgen.

                                     

                                    sonstige Informationen

                                    Einsatzbilder