Datum: 15. April 2026 um 7:48 Uhr
Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger
Dauer: 9 Stunden 15 Minuten
Einsatzart: ABC Einsatz > ABC 3
Einsatzort: Oeynhausen – Am Steinbrink
Einsatzleiter: StBi D. Dierks-Lünz
Einheiten und Fahrzeuge:
- Löschzug Nieheim: Florian Nieheim 01 ELW 1 01, Florian Nieheim 01 HLF 20 01, Florian Nieheim 01 LF 20 01, Florian Nieheim 01 MTF 01, Florian Nieheim 01 GW-L2 01
- Löschgruppe Entrup: Florian Nieheim 02 TSF-W 01
- Löschgruppe Erwitzen: Florian Nieheim 03 TSF-W 01
- Löschgruppe Eversen: Florian Nieheim 04 TSF-W 01
- Löschgruppe Himmighausen: Florian Nieheim 05 TSF-W 01
- Löschgruppe Holzhausen: Florian Nieheim 06 TSF-W 01
- Löschgruppe Merlsheim: Florian Nieheim 07 TSF-W 01
- Löschgruppe Oeynhausen: Florian Nieheim 08 TSF-W 01
- Löschgruppe Sommersell: Florian Nieheim 09 TSF-W 01
- ABC-Zug Kreis Höxter: Florian Kreis Höxter 01 GW-G 01
- Feuerwehr Kreis Höxter: Florian Kreis Höxter 01 LEITER
- Kreisfeuerwehrzentrale Brakel: Florian Kreis Höxter 01 AB-A, Florian Kreis Höxter 01 GW-L1 01, Florian Kreis Höxter 01 WLF 26kr 01
- Löschgruppe Ossendorf: Florian Warburg 12 MLF 01
- Löschzug Beverungen: Florian Beverungen 01 ELW 1 01, Kater Beverungen 01 ABC-ErkW 01
- Malteser Hilfsdienst Brakel
- Rettungsdienst Kreis Höxter: Rettung Kreis Höxter 01 KdoW OrgLRD 01, Rettung Steinheim 01 RTW 01
- Warburg Löschzug West: Florian Warburg 02 LF 20 01
Einsatzbericht:
In den Morgenstunden wurden die Löschgruppen Oeynhausen und Himmighausen, der Löschzug Nieheim und der ABC-Zug des Kreises Höxter nach Oeynhausen zu einer Biogasanlage alarmiert. Dort traten aus einer defekten Revisionsklappe größere Mengen Gärsubstrat aus einem Behälter. Erste Eindeich-, Pump- und Abdichtmaßnahmen des Betreibers zeigten keine ausreichende Wirkung.
Die ersteintreffenden Einsatzkräfte erkundeten die Lage und versuchten das austretende Material mit Schmutzwasserpumpen umzupumpen. Aufgrund der Beschaffenheit des Materials zeigte dies keine Wirkung. Während der Arbeiten wurde festgestellt, dass bereits Material von der Austrittsstelle in ein Retentionsbecken lief.
Da absehbar war, dass der Einsatz einen hohen Aufwand an Atemschutzgeräteträgern erforderte wurde gegen 08.30 Uhr Vollalarm für das Stadtgebiet Nieheim ausgelöst. Zudem wurden die untere Wasserbehörde und die Bezirksregierung mit Vertretern angefordert um die Situation zu beurteilen.
Mit Eintreffen des ABC-Zuges und der zugehörigen Messeinheit wurde die Einsatzstelle umstrukturiert. Trupps unter Atemschutz gingen in Einmalanzügen an die Leckagestelle vor und versuchten abzudichten, während weitere Trupps mit Messgeräten die Umgebung auf Gasaustritt untersuchten. Trupps die aus der Einsatzstelle zurückkehrten wurden durch die Dekontaminations-Gruppe des ABC-Zuges gereinigt. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Gas austrat, wurde eine Warnung an die Bevölkerung in den Städten Steinheim und Nieheim rausgegeben und der Gefahrenbereich um die Anlage weiträumig abgesperrt.
Unterdessen meldete ein Anrufer der Kreisleitstelle eine schwarze Flüssigkeit in der Emmer. Eine Löschgruppe wurde entsandt um einen Zusammenhang mit der vorhandenen Einsatzstelle zu prüfen. Die Erkundung der Einsatzkräfte ergab einen Austritt von Substrat vom Gelände in das Gewässer. Die untere Wasserbehörde und Vertreter der Bezirksregierung übernahmen daraufhin die weiteren Maßnahmen an und um die Eintrittsstelle.
Die Dichtversuche an der havarierten Stelle des Behälters zeigten Wirkung, sodass nur noch eine geringe Menge Substrat austrat, die direkt vom Betreiber umgepumpt werden konnte. Im Laufe des Nachmittages konnte so ein Großteil der Einsatzkräfte aus dem Einsatz entlassen werden. Bis der Füllstand unterhalb der Austrittsstelle gesunken war blieben die Löschgruppe Oeynhausen, sowie HLF und ELW des Löschzuges Nieheim zur Sicherung vor Ort.
Die Malteser Brakel stellen für alle Einsatzkräfte Getränke und Verpflegung bereit und lösten den Rettungswagen des Kreises mit ihrem KTW-B aus dem Einsatz ab.
Wir bedanken uns wie immer bei allen beteiligten Einsatzkräften aus dem Kreisgebiet für die reibungslose Unterstützung und den Anwohnern für die unkomplizierte Hilfe.






Fotos: Jörn Fries


